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Atlantischer Schlammspringer

Schlammspringer fallen gleich mehrfach auf: Sie gehen an Land, sie haben gestielte Augen und sie klettern zum Beispiel an den Stelzwurzeln von Mangroven hoch.
Für einen Kiemenatmer stellt der Landgang eine spezielle Herausforderung dar. Die Schlammspringer nehmen in ihren Kiementaschen etwas Wasser mit, wenn sie an Land gehen. Dieses Wasser bringen sie mit atmosphärischer Luft in Kontakt und reichern es so mit Sauerstoff an. Mit der Aufnahme von Sauerstoff über die Haut und die Mundschleimhäute wird die Kiemenatmung unterstützt.
Die Augen der Schlammspringer überragen die Kopfoberseite. Sie sind einzeln beweglich und erlauben eine 360°-Rundumsicht, was im Gattungsnamen Eingang gefunden hat: Periophthalamus («Rundumauge»). Diese Rundumsicht bleibt auch bestehen, wenn die Tiere im seichten Wasser knapp untergetaucht sind. Um an Land das Austrocknen der Augen zu verhindern, kann sie der Schlammspringer in einer speziellen Hauttasche befeuchten.
Die Schlammspringer stützen sich an Land auf ihre stark ausgeprägten, armähnlichen Brustflossen. Mit deren Hilfe und unterstützt durch die kräftige Schwanzflosse bewegen sie sich robbend an Land und können auch springend die Flucht ergreifen. Mit Hilfe der Brustflossen erklettern sie auch erhöhte Stellen wie Felsen oder Mangroven.

Verwandtschaft Stachelflosser, Grundelartige, Schlammspringer (18 Arten)
Lebensraum Brackwasser in schlammigen Küstengewässern und Flussmündungen
Lebensweise tagaktiv, die meiste Zeit ausserhalb des Wassers
Futter Insekten und kleine Krebse aber auch pflanzliches Material
Körperlänge bis 16 cm
Brut unbekannt, graben Gänge in den Boden, wo sie sich fortpflanzen
Brutdauer unbekannt
Nutzung unbekannt
Aktueller Bestand unbekannt
Im Zoo Zürich seit 2016
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